Tipps fürs sichere Rollern

E-Scooter finden in immer mehr deutschen Städten Verbreitung. Gerade für kurze Strecken sind die abgasfreien, falt- und tragbaren Tretroller praktisch. Doch sie bergen auch Gefahren. Sören Vogt, Geschäftsstellenleiter der Westfälischen Provinzial Versicherung in Gevelsberg gibt Hinweise und Tipps zur gesetzlichen Regelung und zum sicheren Gebrauch.

Was E-Scooter sind und was sie nicht dürfen E-Scooter sind stehend gefahrene Vehikel mit einer Lenk- oder Haltstange. Sie lassen sich in der Regel zusammenklappen und erreichen Geschwindigkeiten zwischen 6 und 20 Kilometern pro Stunde. Eine Fahrerlaubnis oder Prüfbescheinigung ist nicht erforderlich, allerdings muss der Fahrer mindestens 14 Jahre alt sein – unabhängig von der Maximalgeschwindigkeit. E-Scooter unterliegen denselben Verkehrsregeln wie Fahrräder. Das bedeutet, dass sie auf Fahrradwegen oder Radfahrstreifen erlaubt sind. Wenn diese nicht vorhanden sind, muss die Straße genutzt werden. Auf Gehwegen ist das Fahren verboten.

Unfall- und Verletzungsrisiko mindern

E-Scooter sind klein, leicht und flink. Sie machen Spaß, bergen aber ein erhöhtes Unfall- und Verletzungsrisiko. „Ähnlich wie beim Pedelec können andere Verkehrsteilnehmer die Geschwindigkeit eines E-Scooters nur schwer einschätzen“, warnt Vogt. Auch die kleinen Räder erhöhen die Unfallgefahr: „Vor allem Spurrillen sind hier gefährlich und auch der Umgang mit dem kippligen Lenkverhalten will gelernt sein“, erklärt Vogt. Schwierig sei besonders einhändiges Fahren, während man zum Beispiel ein Handzeichen zum Abbiegen gebe.

Besondere Vorsicht ist außerdem an Ein- und Ausfahrten, Kreuzungen und Bushaltestellen geboten. Um Kopfverletzungen zu vermeiden, empfiehlt Vogt, einen Helm zu tragen. Auch weitere Schutzkleidung ist ratsam: Insbesondere in der dunklen Jahreszeit verbessern Kleidung mit Reflektoren und eine Warnweste die Sichtbarkeit.

E-Scooter sind versicherungspflichtig

Ein E-Scooter fällt in die Kategorie der Kraftfahrzeuge. Ähnlich wie bei Mofas und Motorrollern ist eine Kraftfahrt-Haftpflichtversicherung verpflichtend. Wer diese nicht abschließt, macht sich strafbar. Entsprechende Versicherungsplaketten, die als Aufkleber auf dem Rahmen befestigt werden, sind über die Provinzial Agenturen erhältlich. Achtung: Schäden, die am eigenen E-Scooter entstehen oder gegenüber Dritten verursacht werden, deckt eine private Haftpflichtversicherung nicht ab.

Für weitere Fragen: Sören Vogt, Telefon 02332-54810